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INTERVIEW - ÜBER LÖSUNGSWISSEN IN DEN USA VERFÜGEN

Trafen sich im Neubau in Miamisburg/Ohio: Dick Church, Steve Jacobson, Stephan Nell, Rodger Pinney und Douglas Woods (v.l.)

«ÜBER LÖSUNGSWISSEN IN DEN USA VERFÜGEN»

In Miamisburg/Ohio hat die UNITED GRINDING Group eines der größten Einzel-Investments ihrer Geschichte getätigt. Über die Gruppe und den US-amerikanischen Maschinenbau-Markt diskutieren CEO Stephan Nell, der stellvertretende Vorsitzende des Board of Directors von UNITED GRINDING North America Rodger Pinney und Steve Jacobson, der neue CEO für Nordamerika, sowie Douglas Woods, Präsident der Association for Manufacturing Technology, und Bürgermeister Dick Church.

„Der US-Markt ist für uns immer wichtig gewesen.“ In Miamisburg/Ohio entsteht die neue US-Zentrale. CEO Stephan Nell, der neue US-CEO Steve Jacobson und weitere Experten trafen sich dort zum großen Interview.

«Wenn sich ein Unternehmen wie UNITED GRINDING ansiedelt, ist das für das gesammte Gemeinwesen ein Gewinn.»

Dick Church, Mayor City of Miamisburg

Miamisburg

Wie wichtig ist ein Unternehmen wie UNITED GRINDING für die Wirtschaft Ihrer Gemeinde, Bürgermeister Church?

Dick Church: Ein Teil des Fundaments, auf dem eine Gemeinde aufbaut, ist ihre Geschäftswelt. Eine Kleinstadt, die große Unternehmen beherbergt, ist attraktiv für die Menschen. Der neue Standort von UNITED GRINDING liegt nahe an der Interstate und wird von den Bürgern wahrgenommen.

CEO Stephan Nell (2. v. r.) im angeregten Austausch mit den Gesprächspartnern

Und wie wichtig ist Miamisburg für die UNITED GRINDING Group?

Stephan Nell: Ich bin stolz auf das, was wir hier aufgebaut haben, und auf die Menschen – weil hier Leidenschaft im Spiel ist. Es ist die größte Investition, die wir je getätigt haben. Und ich bin glücklich, dass wir unseren US-Kollegen etwas zurückgeben können, weil sie seit vielen Jahren mit großer Kompetenz und großem Einsatz für uns arbeiten.

«Für uns ist es wichtig, dass wir über Lösungswissen in den USA verfügen.»

Stephan Nell, CEO der United Grinding Group Management AG

US-Markt

Was sagt diese Investition über die Wichtigkeit des amerikanischen Markts für die Gruppe aus?

Stephan Nell: Der US-Markt ist für uns immer wichtig gewesen. Wir haben alleine in Amerika mehr Mitarbeiter als viele unserer Wettbewerber insgesamt. Auch zukünftig wollen wir unsere Position behaupten und ausbauen: Das ist der Grund für unsere Investitionen. Wir sind nicht nur ein Schweizer oder ein deutsches Unternehmen, sondern in Amerika auch ein US-amerikanisches und in Asien ein asiatisches.

Rodger Pinney: Wir arbeiten im US-Markt mit einer Vielzahl von Industrien. Wir beliefern unter anderem die Raumfahrt, die Luftfahrt, die Automobilindustrie und die Hydraulikbranche und kennen alle ihre spezifischen Anforderungen.

 

UNITED GRINDING North America passt die Maschinen an die Bedürfnisse des US-Marktes an. Welche Anpassungen sind das?

Steve Jacobson: Wir liefern nicht nur eine Schleifmaschine, wir stellen eine Lösung bereit. Wir kümmern uns um das Werkstück, das Kühlmittel, die Automatisierungen. Unser Ziel ist es, für den Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Maschine hinweg eine vollständige Lösung anzubieten.

Stephan Nell: Das ist Teil unseres Unternehmenskonzepts: An den Produktionsstandorten werden Grundmaschinen und Baugruppen gefertigt, in den Systemhäusern, die den Kundendienst einschließen, Prozessentwicklung betrieben.

«Unsere Kunden können in ihrer Sprache auf eine Schnittstelle zugreifen. Das schafft Vertrauen.»

Steve Jacobson, CEO UNITED GRINDING North America

Dienstleistungen

Welche Verkaufs- und Servicestrukturen hat die Gruppe im US-Markt eingeführt?

Steve Jacobson: Wir verfügen über ein dichtes Händler- und Vertriebsnetz und arbeiten mit eigenen Regional Sales Managern, die die Vertreter mit Applikationswissen unterstützen.

Stephan Nell: Wir haben einen Service etabliert, den wir immer weiter optimieren, und der unseren Kunden wirklich Mehrwert bringt. Das ist letztlich der Maßstab unseren Handelns: die Wertschöpfung der Kunden zu erhöhen. Alles, was wir tun müssen, ist unsere Kunden erfolgreicher zu machen.

Steve Jacobson: Der Neubau ermöglicht uns nun, unsere Maschinen und sämtliche Dienstleistungen in viel umfassenderer Weise zu demonstrieren. Wir ergänzen dies durch Schulungsmöglichkeiten und Bildungsseminare.

«Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer weiteren Unterstützung durch unseren Customer Care.»

Rodger Pinney, stellvertretender Vorsitzender des Board of Directors von UNITED GRINDING North America

Digitalisierung

Werden sich die Wachstumsmöglichkeiten von der Hardware auf Software und Dienstleistungen verschieben, wie manche Experten erwarten?

Douglas Woods: Erfolgsentscheidend ist, dass Menschen, die gut in der Hardware-Produktion sind, damit fortfahren, Hardware herzustellen. Was die Software-Kompetenzen angeht: Die meisten Unternehmen haben keine reinen Datenspezialisten, sondern Mitarbeiter, die wissen, was etwa zur Entwicklung einer neuen digitalen Maschinensteuerung erforderlich ist. Wenn diese beiden Mitarbeitertypen zusammenarbeiten, können sie herausfinden, welche Arten an zusätzlicher Wertschöpfung sie generieren können.

In den noch nicht ganz fertigen Räumen sprach Motion-Chefredakteur Michael Hopp (3. v. r.) mit den Experten

Wie wird sich der Umgang mit Daten gestalten?

Douglas Woods: Die Menschen werden dazu übergehen, Maschinen mitsamt der zugehörigen Services als Dienstleistungen wahrzunehmen. Wenn Sie das weiterdenken, besteht für Hersteller die Notwendigkeit, auf die Daten der Maschine zugreifen zu können. Wenn der Maschinenhersteller keine Verbindung zur Maschine hat, wird damit der Player abgeschnitten, der ein Szenario für eine Produktion ohne Ausfallzeit mittels Datenanalyse bereitstellen kann.

Steve Jacobson: Wir haben Kunden, die auf diese Weise mit uns zusammenarbeiten. Sie wünschen sich einen Maschinenbetrieb ohne ungeplante Ausfallzeiten. Dabei stehen wir noch am Anfang einer wahrscheinlich umwälzenden Entwicklung.

«Wer kann ein Szenarion für eine Produktion ohne Ausfallzeiten mittels Datenanalyse bereitstellen? Der Hersteller.»

Douglas Woods, President Association for Manufacturing Technology (AMT)

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