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STUDER Pressekonferenz 22. April 2021

Vor über einem Jahr hatte STUDER zwar einen Umsatzrückgang zu verkraften, aber gerade das drittbeste Jahr seit Bestehen abgeschlossen. Die Wirtschaftslage verschlechterte sich jedoch bereits damals deutlich. Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie verhängten viele Staaten im Februar respektive im März teilweise harte Lockdowns. STUDER beendete das Jahr 2020 durchaus positiv dank eines sehr guten Auftragseingangs Anfang Jahr und vor allem eines starken Endjahresspurts. Die positive Stimmungslage bei den Kunden nimmt STUDER mit ins Jahr 2021. Eine weitere wirtschaftliche Erholung ist spürbar.

Bedingt durch die weltweit gültigen Reiserestriktionen und Schutzmaßnahmen und ganz im Zeichen der Digitalisierung fand die diesjährige STUDER Pressekonferenz online statt. Besonders erfreulich, dass dieses Jahr eine Rekordzahl an Teilnehmern verzeichnet werden konnte. Um den einzelnen Zeitzonen gerecht zu werden, wurden drei Anlässe am gleichen Tag durchgeführt. Rund 120 Teilnehmer aus über 30 verschiedenen Ländern nahmen am Anlass teil.

Traditionell findet die STUDER Pressekonferenz im Rahmen des Motion Meetings, der jährlichen weltweiten Vertriebsveranstaltung, statt. Und auch in diesem Jahr vereinten die online durchgeführten Events das gleiche Motto: «STUDER Fight Club». So meldete sich STUDER live aus dem eigens für diese Konferenzen eingerichteten Box- und Trainingsstudio.

Das letzte Motion Meeting liegt über ein Jahr zurück. Damals hatte STUDER zwar einen Umsatzrückgang zu verkraften, aber gerade das drittbeste Jahr seit Bestehen der Firma abgeschlossen. Die Wirtschaftslage hatte sich jedoch bereits damals verschlechtert.

« Das sind wir gewohnt, denn der Maschinenbau ist bekanntermaßen ein sehr zyklisches Geschäft und bestehen kann nur, wer mit diesen Schwankungen umgehen kann »
meint Jens Bleher, CEO der Fritz Studer AG.

Am Horizont zeichnete sich jedoch eine neuartige Bedrohung für die Weltwirtschaft ab: Die Corona-Pandemie. «Zunächst galt es die Mitarbeiter zu schützen und das Unternehmen zu sichern», so Bleher weiter. Dazu hat STUDER schnell reagiert und konsequent umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeleitet. Von Beginn an handelte die STUDER Corona Task Force. So konnten Ausbrüche im Betrieb vermieden werden und STUDER war zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich für seine Kunden da und setzt alles daran, dass dies so bleibt.

STUDER hat Corona und dem Abschwung erfolgreich getrotzt, insgesamt ist die Lage deutlich besser als in der Finanzkrise vor zehn Jahren. Auf Umsatzrückgänge wurde mit dem bewährten Jahresarbeitszeitmodell und, wo erforderlich, mit Kurzarbeit reagiert. Wichtige Entwicklungen wurden weitergeführt und das Produktportfolio weiterentwickelt. In puncto Digitalisierung spielen zahlreiche Gruppenprojekte der «UNITED GRINDING Digital SolutionsTM» eine entscheidende Rolle. Auch wurde über bauliche Änderungen und Investitionen in neue Produkte, Maschinen und Anlagen nachgedacht. „STUDER hat in 2020 investiert und wird dies auch in diesem Jahr tun.“ sagt Jens Bleher. «Alles in allem sehen wir uns gut aufgestellt, was besonders im aktuellen Wettbewerbsumfeld ein entscheidender Vorteil ist», so Bleher weiter.

Die Geschäftsleitung STUDER (v.l.n.r.)
Jens Bleher (CEO), Stephan Stoll (COO), Daniel Huber (CTO), Sandro Bottazzo (CSO)

Lernende bei STUDER

Auch sie waren von der Pandemie betroffen, aber gerade jetzt hat STUDER an der bewährten Berufsausbildung festgehalten. «Die Zahl der STUDER-Lernenden bleibt unverändert hoch, sie machen über 11% der Belegschaft aus», erläutert Jens Bleher. Auch die professionelle Ausbildung konnte STUDER jederzeit sicherstellen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an den Erfolgen der Lernenden im Abschlussjahr, die sich gründlich vorbereiten konnten und allesamt die Prüfungen bestanden haben. Für alle konnte zudem eine interne Anschlusslösung angeboten werden. Auch investiert STUDER weiterhin in die Lehrlingsausbildung, wie einer neuen NC-Drehmaschine für die Lehrlingswerkstatt.

Lernende der Fritz Studer AG

Zudem hat die STUDER-Berufsausbildung im vergangenen Jahr erneut Leistungen auf absolutem Spitzenniveau hervorgebracht. Alle vier STUDER-Teilnehmer errangen bei den SwissSkills in den Disziplinen der Polymechaniker und der Automatiker Medaillen. Mit einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze erreichten sie die beste Bilanz seit Jahren. «STUDER stellt damit den amtierenden Schweizer Meister der Polymechaniker und wird auf den nächsten WorldSkillls wieder vertreten sein», beendet Jens Bleher seine Ausführungen.

Vertriebs-, Service- und Marketingaktivitäten

Der STUDER-Jahresstart 2020 verlief verheißungsvoll, bis zu dem Zeitpunkt im März, an dem weltweit ein Land nach dem anderen drastische und strenge Lockdown-Massnahmen vollzog. «Aber auch in einem Jahr wie diesem, gilt es, sich am Positiven festzuhalten», so Sandro Bottazzo, CSO der Fritz Studer AG.

STUDER konnte in das vergangene Jahr, dank des positiven Auftragsbestands aus dem Vorjahr, mit einem guten Polster starten. «Durch den sehr guten Auftragseingang gegen Ende des letzten Jahres vor allem aus Asien, Lateineuropa, aber auch vereinzelt aus Zentraleuropa, generierte STUDER in Summe deutlich höhere Aufträge als noch in der letzten grossen Krise in 2009. Dies ist insofern positiv, da der generelle Marktrückgang ähnlich hoch ausfiel, wie während der Finanzkrise vor über elf Jahren», so Bottazzo. Der starke Dezember stimmte das Unternehmen zudem positiv. «Viele unserer Kunden erwarten vor allem ein stärkeres zweites Quartal respektive eine stärkere zweite Jahreshälfte 2021. Gerade auch deshalb wurden viele Schleifmaschinen noch im Dezember bestellt», zieht Sandro Bottazzo das Fazit des abgelaufenen Jahres.

Sandro Bottazzo Geschäftsführer (CSO)

«Weiterhin ein massgebender Faktor des STUDER-Erfolgs ist das breite Portfolio an unterschiedlichsten Universal-Aussen, Innen-, Produktions- und konventionellen Rundschleifmaschinen», so Bottazzo weiter. Im letzten Jahr war die in 2019 lancierte neue S33 die mit Abstand meistverkaufte STUDER-Rundschleifmaschine. Gefolgt von den Innenschleifmaschinen sowie der neuen S31 und der neuen favorit. Sehr erfreulich haben sich auch die Verkäufe der Einstiegs-Aussenschleifmaschine, der favoritCNC, entwickelt.

Im Marktüberblick war allen voran in Deutschland die Auftragslage verglichen mit den vorangehenden Jahren niedrig. Dies ist einerseits als Folge der COVID-19-Pandemie zu sehen, jedoch auch bedingt durch den anhaltenden Strukturwandel in der Automobilindustrie. Weiterhin auf einem sehr erfreulichen Niveau waren die Auftragseingänge in 2020 aus Asien, Nordamerika sowie Nordosteuropa. Hier vor allem dank hoher Nachfrage aus den Segmenten der Lohnfertiger und der Flugzeugindustrie. Jedoch war auch Lateineuropa, durch den starken Endjahresspurt aus Italien, durchaus positiv. «Insgesamt verkauften wir im 2020 unsere Schleifmaschinen in über 40 verschiedene Länder, weltweit», erläutert Bottazzo.

Ein weiterer wichtiger Erfolgs-Faktor war im letzten Jahr auch der STUDER Customer Care. «Dank unseres dezentralen, kundennahen Netzwerks an über 130 STUDER-Servicetechnikern weltweit, konnten wir unsere Kunden während der Pandemie stetig unterstützen», so Bottazzo - trotz grenzüberschreitender Restriktionen. Dieses weltweite Netz an Servicetechnikern ist in dieser Form sicher einzigartig im universellen Rundschleifmaschinenmarkt. Ein Netz, welches STUDER zudem weiter ausbauen wird. «Wir sind überzeugt, dass ein nachhaltiger Erfolg nur möglich ist, wenn wir nahe bei unseren Kunden sind und bleiben», betont Sandro Bottazzo.

STUDER hat zudem ihr Dienstleistungsportfolio auch digital weiterentwickelt. Ab sofort können Kunden mit einem Wartungsvertrag das komplette UNITED GRINDING Digital SolutionsTM-Nachrüstpaket zu einem Spezialpreis erwerben. Mit einem sehr breiten Portfolio an Dienstleistungen bietet STUDER über den kompletten Lebenszyklus einer Rundschleifmaschine alles aus einer Hand an.

Einblicke in die STUDER Produktion

In der UNITED GRINDING Group wurde gemeinsam eine Digitalisierungs-Roadmap erarbeitet, welche STUDER nun Schritt für Schritt umsetzt.

« Wir setzen zudem alle Technologien, welche wir unseren Kunden anbieten, auch in unserer eigenen Produktion ein »
erläutert Stephan Stoll, COO der Fritz Studer AG.

Als Beispiel können die UNITED GRINDING Digital SolutionsTM genannt werden. Mit dem Production Monitor kann jederzeit der Betriebszustand der eigenen Fertigungs- und Montageproduktionsmittel im Überblick angeschaut werden. Es zeigt den Kunden in Echtzeit, ob und welche Maschinen in Betrieb sind und kann die entsprechende Produktions-Historie einsehen. Dies ist ganz besonders für Führungskräfte in der Werkstatt, aber auch für Maschinenbediener von Mannlos-Maschinen von größtem Interesse und Nutzen. In dieser App können nicht nur STUDER-Maschinen und andere Maschinen aus der UNITED GRINDING Group eingebunden werden, sondern, über die standardisierte umati-Schnittstelle, auch verschiedenste externe Produktionsmittel und Hersteller integriert werden. «Am Arbeitsplatzrechner erlaubt einem das System ausserdem viele detaillierte Analysen und Zustandsreports, inklusive Angaben zu Auftragszuständen, Wartungsintervallen sowie allenfalls erforderlichen Service-Einsätzen», so Stoll.

Ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung sind die digitalen Hilfsmittel: Arbeitsanweisungen, Prüfprozesse und Checklisten werden weitestgehend papierlos und in aktuellster Version zur Verfügung gestellt. «Tabletts und Bildschirme sind für die STUDER-Montagefachkräfte bereits zu unverzichtbaren Hilfsmitteln geworden und kommen je nach Arbeitsplatz in geeigneter Form zum Einsatz», beendet Stephan Stoll seiner Ausführungen.

Im Herzen von STUDER – der Technologie-Entwicklung

Im STUDER Tech Center werden Innovationen geschaffen und kundenspezifische Anfragen auf Herz und Nieren geprüft. Auch in der Technologie-Entwicklung ist Digitalisierung ein großes Thema.

« Heute und in Zukunft brauchen wir eine transparente und dennoch sichere Verbindung, damit Prozessinformationen einfach auf externe Systeme übertragen werden können »
so Daniel Huber, CTO der Fritz Studer AG.

Genau diese Vorteile bietet die STUDER OPC-UA Lösung. Auch im Tech Center sind sämtliche Maschinen mittels OPC-UA nach umati-Standard an unsere UNITED GRINDING Digital SolutionsTM-Applikationen angeschlossen, und mit zusätzlichen Sensoren ausgerüstet.

Eine Neuigkeit aus der Technologie ist die Lasermesstechnik mit dem STUDER LaserControlTM. STUDER verfügt über viele Jahre Erfahrung in der Grundlagenforschung über den Einsatz maschinenintegrierter Lasermesstechnik zur Vermessung von Schleifscheiben oder Werkstücken. Auf Basis dieser Erkenntnisse und allerneuester Lasermesstechnik entwickelte STUDER die in anderen Branchen eingesetzten Werkzeugüberwachungs-Systeme zur Vermessung von Werkstücken auf Schleifmaschinen weiter. Die neueste Generation des STUDER-Lasermesssystems LaserControlTM eignet sich zum berührungslosen Messen unter anderem von Werkzeugschneiden unter rausten Bedingungen, aber auch bei rotierenden Werkstücken, welches die Messzeit erheblich verkürzt. Unschlagbar schnell, präzise und zuverlässig durch Premium-Laseroptik und neueste Auswert-Technologie. Hochdynamische und berührungslose Messungen erlauben auch die Qualitätsbeurteilung hochpräziser PKD-Werkzeuge.

Ausblick EMO Mailand

STUDER gibt zwar einen Einblick in die Technologie der Firma, aber der eine zukunftsträchtige Raum bleibt geschlossen. Hier wird an DER Innovation auf die EMO 2021 hingearbeitet. STUDER und die gesamte UNITED GRINDING Group freuen sich, Sie auf der EMO in Mailand mit mehreren Innovationen zu überraschen! Besuchen Sie uns auf unserem Messestand vom 4. - 9. Oktober 2021 an der EMO Milano!

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