Präzision für die Gesundheit: Wie STUDER-Rundschleifmaschinen die Wettbewerbsfähigkeit in der Medizintechnik steigern
Von der Hüftprothese bis zu Instrumenten der Zahnmedizin – Rundschleifmaschinen leisten mit hoher Präzision, Zuverlässigkeit und innovativer Schleiftechnologie einen entscheidenden Beitrag zur Medizintechnik und stärken weltweit die Wettbewerbsfähigkeit von Fertigungsbetrieben.
Wer vor 150 Jahren an einer Grippe erkrankte, hatte leider keine guten Überlebenschancen. Und zum Zahnarzt gingen die Menschen damals nur, wenn die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren, denn dort erwarteten einen mit groben Instrumenten und ohne Anästhetikum noch grössere. Das hat sich zum Glück geändert: Nach zahlreichen wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüchen kann die heutige Medizin dank moderner Diagnostik, Hygiene, Medikamente, Therapien, Versorgungsdichte und Instrumente viele Krankheiten und Verletzungen erfolgreich behandeln, die früher tragische Schicksalsschläge für die Betroffenen und ihre Familien gewesen wären.
Einen wichtigen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung leisten auch Hersteller von Werkzeugmaschinen wie unter anderem Schleifmaschinen. Denn sie stellen die Anlagen bereit, auf denen moderne medizinische Instrumente und Geräte oder die Werkzeuge für deren Herstellung produziert werden. Dabei haben Fortschritte in der Fertigungstechnologie oft direkte Auswirkungen auf die Medizintechnik insgesamt. Das weiss insbesondere ein Traditionsunternehmen wie die Fritz Studer AG, die seit ihrer Gründung in der Schweiz im Jahre 1912 stetig mit Innovationen zu immer besseren Fertigungsmöglichkeiten beigetragen hat.
Qualitätsvorgaben für Maschinenhersteller in der Medizin besonders streng
"Heute fertigen unsere Kunden mit modernen STUDER-Anlagen Produkte für unterschiedlichste medizinische Bereiche, seien es Präzisionsbohrer für Knochen, Nadeln für Rückenmarknarkosen oder Hüftgelenkprothesen. Auch im Dentalbereich gibt es viele Anwendungen", sagt Branchenkenner Stephan Siebner, Gebietsverkausleiter bei STUDER. Die Anforderungen an Genauigkeit und Bauteilqualität sind dabei sehr hoch. Beispielsweise erreicht ein moderner Zahnbohrer mehrere hunderttausend Umdrehungen pro Minute. "Weil es um die Gesundheit von Menschen geht, gibt es in der medizinischen Fertigung strenge Qualitätsvorgaben für alle Aspekte der Maschine. Wir müssen Lastenheftanforderungen deshalb bis ins letzte Detail Eins zu Eins umsetzen", fügt Siebner hinzu.
Auch stellt die Medizintechnik bei den zu bearbeitenden Materialien höchste Ansprüche an Präzision, Oberflächengüte und Sauberkeit. "Komponenten wie Implantate, chirurgische Instrumente und Diagnostikgeräte haben häufig komplexe Geometrien und bestehen aus schwer zerspanbaren Materialien wie Titan, Edelstahl oder Keramik", erklärt Pascal Würsch, Area Sales Manager bei STUDER. Mit STUDER-Anlagen profitieren Kunden von Schleiflösungen, die höchste Genauigkeit mit Wiederholbarkeit, exzellenter Oberflächenintegrität und robuster Prozesssicherheit vereinen, insbesondere in kontrollierten und zertifizierten Fertigungsumgebungen.
S121 Radius und S131 Radius fertigen Hüftprothesen
Möglich ist das durch innovative Schleiftechnologie, gewachsenes Know-how und die Vielseitigkeit der Rundschleifmaschinen von STUDER. Beispielsweise fertigen die Radien-Innenrundschleifmaschinen S121 und S131 Hüftgelenkkugeln und Hüftpfannen. Das sind wichtige Bestandteile moderner Hüftprothesen, die dafür sorgen, dass zu behandelnde Personen sich nach einer Arthrose-Erkrankung oder schweren Verletzungen wieder schmerzfrei bewegen können. Solche aus biokompatiblen Materialien wie Titan oder Keramik bestehenden Komponenten verbleiben oft Jahrzehnte im Körper. Die S121 Radius eignet sich mit Features wie dem revolutionären StuderGuide® Führungsbahnsystem und hochpräzisen Achsantrieben mit Linearmotoren für das Schleifen komplexer Werkstücke aus sehr harten Materialien. Die S131 Radius bietet darüber hinaus einen erweiterten Schwenkbereich der B-Achse und bis zu vier Spindelpositionen für noch mehr Flexibilität.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel aus der Medizin sind mit der Universal-Rundschleifmaschine S31 hergestellte Dentalinsturmente. Diese geometrisch komplexen Werkzeuge sind für Dentallabohrer unverzichtbar, um Zahnprothesen oder Schienen herzustellen. Die flexible S31 fertigt Zahnfräser aus Hartmetall sehr präzise und effizient und lässt sich dank eines Baukastensystems optimal für solche Aufgaben konfigurieren. Derweil sorgt hochwertige Schleiftechnologie wie frequenzgesteuerte Motorschleifspindeln und ein hochauflösendes Direktmesssystem für beste Ergebnisse. Dadurch lassen sich auch unter anderem Knochenraspeln für die Orthopädie und Chirurgie zuverlässig mit der S31 produzieren. "Tatsächlich kommen viele Modelle von STUDER weltweit für unterschiedliche Medizintechnik-Komponenten zum Einsatz", bestätigt Würsch. Die Schleifanlagen des Schweizer Qualitätsherstellers stehen sowohl bei grossen Konzernen als auch kleinen Zuliefererbetrieben.



STUDER steigert Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden
Zu allen Kunden pflegt STUDER eine vertrauensvolle, auf Erfolg ausgerichtete Partnerschaft. Denn die Medizinindustrie ist heute global aufgestellt und es herrscht ein umkämpfter Wettbewerb. "Der Druck zum Kostensparen und mehr Effizienz ist überall spürbar, gleichzeitig steigen die Ansprüche an Qualität", sagt Siebner. Auch der demographische Wandel stellt die Branche vor Herausforderungen. Denn dieser führt einerseits dazu, dass immer weniger Fachkräfte für die Fertigung zur Verfügung stehen. Andererseits steigt in den immer älter werdenden Gesellschaften die Nachfrage nach Medizintechnik. STUDER hat deshalb konsequent mit viel Innovation und hochwertigen Komponenten in sein Portfolio investiert, damit Kunden in diesem schwierigen Umfeld erfolgreich sein können.
Denn STUDER ist heute nicht mehr nur ein führender Hersteller von Schleifmaschinen, sondern auch ein Technologieunternehmen. Selbst entwickelte Software wie StuderWIN, StuderPictogramming, StuderSIM und integrierte Tools zum Profilieren, Messen oder Konturengenerieren machen selbst komplexeste Schleifaufgaben einfach umsetzbar. Zudem verfügen STUDER-Rundschleifmaschinen heute über modernste Sensorik und C.O.R.E., die revolutionäre Hard- und Softwarearchitektur von UNITED GRINDING. An dessen Touchpanel lässt sich die Produktion intuitiv wie auf einem grossen Smartphone steuern, inklusive Echtzeitdatenanalyse. "Diese digitalen Werkzeuge sind gerade für Mitarbeitende mit weniger Schleiferfahrung echte Game Changer für eine hochwertige und schnelle Fertigung mit herausragenden Ergebnissen", betont Würsch.
Partnerschaftlicher Ansatz führt zum Erfolg
Daneben wird auch die Automatisierung zunehmend wichtiger. Denn mit ihr lassen sich selbst mit wenig Personal konstant qualitativ hochwertige Werkstücke rund um die Uhr effizient in Serie herstellen. Für die Medizintechnik hat die Technologie zudem einen weiteren Vorteil: Durch die reduzierte manuelle Handhabung sinkt das Kontaminationsrisiko durch Mitarbeitende erheblich. "STUDER kann seinen Kunden durch einen modularen Ansatz komplett automatisierte Lösungen mit standardisierten Ladern, Robotern und Schnittstellen anbieten, aber auch individuelle Setups sind möglich", erläutert Siebner. Zu dem Service von STUDER gehört es dabei, gemeinsam mit dem Kunden massgeschneiderte Lösungen für seine jeweiligen Anforderungen zu finden. Das betrifft neben der Automatisierungsoption auch die Auswahl der passenden Maschinenkonfiguration, Schleiftechnologie oder Schleifscheiben. Gerade in der Medizintechnik, wo Validierung, Dokumentation und Prozessqualifikation für den Erfolg entscheidend sind, bringt dieser partnerschaftliche Ansatz einen enormen Mehrwert.
Der global aufgestellte und kompetente Customer Care von STUDER mit Service-Fachleuten vor Ort setzt diese Partnerschaft fort. Hier tragen schnelle Reaktionszeiten, präventive Wartungsprogramme und Ferndiagnosen zur maximalen Maschinenverfügbarkeit und einer stabilen Produktion bei – entscheidend in einer streng regulierten und qualitätsgetriebenen Branche. Auch für die Zukunft rechnen Siebner und Würsch damit, dass die Medizintechnik weitere Fortschritte machen wird, von denen Millionen Menschen rund um die Welt profitieren werden. Sei es durch zunehmende Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz oder fertigungstechnologische Innovationen von STUDER wie aktuell die Umsetzung der revolutionären, berührungslosen Abrichttechnologie WireDress® für das Aussen- und Innenschleifen. Eines aber ist sicher: STUDER wird diesen Weg gemeinsam mit seinen Kunden weiter aktiv mitgestalten.






